Reproduktionsmedizin

utrogest® Luteal 200 mg zur Frühgeburtsprävention

Start News: Hormonitor utrogest® Luteal 200 mg zur Frühgeburtsprävention

utrogest® Luteal Weichkapseln zur vaginalen Anwendung für die Lutealphasenunterstützung in der assistierten Reproduktionstherapie (ART) und zur Frühgeburtsprävention bei verkürzter Zervix.

Veröffentlicht am 19.12.2025

utrogest® Luteal 200 mg und 300 mg sind Weichkapseln zur vaginalen Anwendung für die Lutealphasen¬unterstützung im Rahmen einer assistierten Reproduktionstherapie (ART). Zusätzlich ist utrogest® Luteal in der 200-mg-Dosierung ab sofort auch für die Prävention einer Frühgeburt bei verkürzter Zervix* zugelassen oder bei vorangegangener Frühgeburt und einem kurzen Gebärmutter-hals.1,2 

 

*Zervixlänge von ≤ 25 mm bei der sonographischen Zervixlängenmessung in der Mitte des 2. Trimesters

utrogest® Luteal 200 mg

Weichkapseln zur vaginalen Anwendung
Wirkstoff: mikronisiertes Progesteron

 

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Jetzt auch zugelassen zur Prävention der Frühgeburt bei verkürzter Zervix ≤ 25 mm

utrogest® Luteal 200 mg zeichnet sich aus durch:

  • Einziges Progesteron-Präparat mit mikronisiertem Progesteron, das zur vaginalen Anwendung für die Prävention einer Frühgeburt bei verkürzter Zervix (≤ 25 mm bei der sonographischen Zervixlängenmessung in der Mitte des 2. Trimesters) zugelassen ist.
  • Zugelassene, kontinuierliche Anwendung etwa von der 20. bis zur 34. SSW1
  • Verordnung und Erstattung auf Kassenrezept
  • Empfohlene Anwendung gemäß nationaler und internationaler Leitlinien der Deutschen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe (DGGG)3, International Federation of Gynecology and Obstetrics (FIGO)4, National Institute for Care and Health Excellence (NICE)5

     

utrogest® Luteal 200 mg – Verordnung und Erstattung

Neue zusätzliche Indikation für utrogest® Luteal 200 mg zur Frühgeburtsprävention

utrogest® Luteal 200 mg ist zugelassen zur Prävention einer Frühgeburt bei Frauen mit einer Einlingsschwangerschaft, die einen kurzen Gebärmutterhals haben (≤ 25 mm bei der sonographischen Zervixlängenmessung in der Mitte des 2. Trimesters) oder die in der Vergangenheit eine spontane Frühgeburt hatten und einen kurzen Gebärmutterhals haben.1 

Die empfohlene Dosis beträgt 200 mg täglich abends vor dem Schlafengehen, etwa von der 20. bis zur 34. SSW.1 utrogest Luteal® 200 mg ist das einzige Medikament mit mikronisiertem Progesteron, das zur vaginalen Anwendung für die Prävention einer Frühgeburt bei verkürzter Zervix zugelassen ist.

Verkürzte Zervix als einer der Hauptrisikofaktoren für Frühgeburtlichkeit

Als Grenzwert für die Diagnose einer verkürzten Zervix hat sich bei Messung zwischen der 16. und 24. SSW eine Länge von ≤ 25 mm etabliert.3 In der Literatur wird eine Zervixlänge ≤ 25 mm zwischen der 16. und 24. SSW als der stärkste unabhängige Risikofaktor für eine Frühgeburtlichkeit < 35 Wochen bei Frauen mit Einlingsschwangerschaft und ohne vorheriger Frühgeburt beschrieben.6 Um Schwangere mit einer Zervixlänge von ≤ 25 mm möglichst frühzeitig zu identifizieren, sollte laut Studien eine Zervixlängenmessung am Ende des 2.Trimenons (18.-24. SSW) durchgeführt werden.3

Deutsche und internationale Leitlinien empfehlen vaginales Progesteron zur Frühgeburts-Prophylaxe

Die aktuelle S2k-Leitlinie der DGGG empfiehlt Frauen mit Einlingsschwangerschaft, deren sonographisch gemessene Zervixlänge vor der 24+0 SSW ≤ 25 mm beträgt, täglich 200 mg Progesteron intravaginal bis einschließlich der 36+6 SSW anzuwenden – sofern keine Kontraindikationen vorliegen. Die Konsensstärke „+++“ verdeutlicht die Bedeutung der Empfehlung.3

Ebenso sprechen sich die FIGO- und NICE-Leitlinien für eine prophylaktische Progesteron-Gabe bei einer verkürzten Zervix (≤ 25 mm) zwischen der 16. und 24. SSW aus.4,5

Vaginale Anwendung von Progesteron 

Die vaginale Anwendung von Progesteron gewann an Attraktivität, nachdem experimentelle und klinische Daten eine Anreicherung im uterinen Gewebe nach vaginaler Verabreichung demonstrierten.7 Man spricht hierbei von einem sogenannten uterinen First-Pass-Effekt: Die Progesteron-Plasmaspiegel im Blut bleiben dabei niedrig und es kommt zu einer höheren Anreicherung im uterinen Gewebe, dem eigentlichen Zielorgan.8

Ein zusätzlicher Vorteil gegenüber der oralen Anwendung von Progesteron ist die Umgehung des hepatischen First-Pass-Effektes. Dieser führt zu einer vergleichsweisen hohen Leberbelastung sowie einer bereits erheblichen Metabolisierung des Progesterons.1


Mehr zum Thema

Link zur Indikationsseite Frühgeburtsprävention inkl. Auszug aus Leitlinien DGGG, FIGO, NICE

Referenzen:

  1. Aktuelle Fachinformation utrogest® Luteal 200 mg Weichkapseln zur vaginalen Anwendung.
  2. Aktuelle Fachinformation utrogest® Luteal 300 mg Weichkapseln zur vaginalen Anwendung.
  3. S2k-Leitlinie Prävention und Therapie der Frühgeburt, AWMF-Registernummer 015-025, https://www.awmf.org/leitlinien/detail/ll/015-025.html. Letzter Zugriff: 20.11.2025.
  4. Shannon A et al., FIGO good practice recommendations of progestogens for prevention of preterm delivery. Int J Gynaecol Obstet 2021 Oct;155(1):16-18.
  5. National Institute for Health and Care Excellence (NICE). Preterm labour and birth. https://www.nice.org.uk/guidance/ng25. Letzter Zugriff: 20.11.2025.
  6. Berger R et. al., Reducing the risk of preterm birth by ambulatory risk factor management. Dtsch Arztebl Int 2019; 116: 858-864.
  7. Bulletti C et al. Targeted drug delivery in gynaecology: the first uterine pass effect. Hum Reprod. 1997 May;12(5):1073-9.
  8. Miles RA et al. Pharmacokinetics and endometrial tissue levels of progesterone after administration by intramuscular and vaginal routes: a comparative study. Fertil Steril 1994 Sep;62(3):485-90.