Funktionen von Estriol

Hinsichtlich seiner Funktionen ist Estriol im Vergleich zu Estradiol als schwaches Östrogen anzusehen.1


Welche Wirkungen kann eine Estrioltherapie in postmenopausalen Frauen erzielen?

Aufgrund seiner geringeren Affinität zum Östrogenrezeptor weist Estriol an einer Reihe von Geweben nur etwa 1/10 der biologischen Aktivität von Estradiol auf.1

Die Wirkungen einer Estrioltherapie konnten in einer Vielzahl von Studien mit postmenopausalen Frauen, die unter Östrogenmangel-induzierten Wechseljahresbeschwerden, insbesondere dem urogenitalen Syndrom der Menopause leiden, genauer beschrieben werden.2

Hier hatte Estriol eine positive Wirkung auf die Proliferation und Reifung von Zellen des Vaginal-, Urethal- und Blasenepithels. Zudem förderte Estriol die Vaskularisierung dieser Epithelien und reduzierte das Risiko für Harnwegs- und Vaginalinfektionen.2

Im Gegensatz zu Estradiol hatte Estriol jedoch nur einen geringen Einfluss auf die Knochenmasse, die Produktion von Gerinnungs- und Fibrinolysefaktoren in der Leber und die GnRH-Ausschüttung durch den Hypothalamus.2

  1. Aktories, K., Förstermann, U., Hofmann, F.B., Starke, K. (2005). Allgemeine und spezielle Pharmakologie und Toxikologie. Elsevier GmbH, Urban & Fischer Verlag, 9. Auflage.

  2. OeKolp® Wissenschaftliche Broschüre (2015). DR. KADE / BESINS, 4. Auflage.

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