Anwendung von Estriol

Estriol kommt vor allem bei der Behandlung postmenopausaler Frauen zum Einsatz.


Auf welche Beschwerden hat Estriol Einfluss?

Estriol kann sich positiv auf eine Vielzahl von Wechseljahresbeschwerden auswirken. In klinischen Studien, in denen Estriol in Form von vaginalen Cremes, Ovula oder Zäpfchen angewendet wurde, konnte eine gute lokale Wirkung im Bereich des unteren Harn- und des Genitaltraktes erzielt werden.1

So führte eine Estriolbehandlung zu einer verbesserten Vaskularisierung und Proliferation des Vaginal-, Urethral- und Blasenepithels und konnte östrogenmangelbedingten atrophischen Veränderungen entgegenwirken. Des Weiteren führte die Behandlung zu einem reduzierten Risiko für Harnwegs- und Vaginalinfektionen.1

Welche Vorteile hat Estriol gegenüber Estradiol?

Im Vergleich zu Estradiol induziert Estriol nur geringfügig die Proliferation des Endometriums und Brustgewebes, sodass eine niedrigdosierte Behandlung mit Estriol kein erhöhtes Risiko für Endometrium- und Mammakarzinome hervorruft. Zudem konnten keine unerwünschten Wirkungen auf die Produktion von Gerinnungs- und Fibrinolysefaktoren durch die Leber identifiziert werden.1  

Im Gegensatz zu Estradiol kann Estriol jedoch nicht als Prophylaxe gegen Osteoporose und kardiovaskuläre Erkrankungen eingesetzt werden.2

  • 1.

    OeKolp® Wissenschaftliche Broschüre (2015). DR. KADE / BESINS, 4. Auflage.

  • 2.

    Aktories, K., Förstermann, U., Hofmann, F.B., Starke, K. (2005). Allgemeine und spezielle Pharmakologie und Toxikologie. Elsevier GmbH, Urban & Fischer Verlag, 9. Auflage.