Osteoporose-Prävention und menopausale Hormontherapie
Die menopausale Hormontherapie (MHT) kann entsprechend der Leitlinie zur Peri- und Postmenopause unter bestimmten Voraussetzungen zur Osteoporoseprävention eingesetzt werden [1]. Die Vorgaben der Europäischen Zulassungsbehörde (EMA) enthalten die Indikation zur Prävention einer Osteoporose bei postmenopausalen Frauen, die ein hohes Frakturrisiko sowie eine Unverträglichkeit oder Kontraindikation gegenüber anderen zur Osteoporoseprävention zugelassenen Arzneimitteln aufweisen [2]. Das BfArM (Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte) hat im Februar 2026 erstmals diese Indikation für ein transdermales Estradiol-Gel zugelassen (0,6 mg/g) [3]. Im Interview und anhand eines typischen Fallbeispiels erklärte Prof. Dr. Peyman Hadji, Leiter des Hormon- und Osteoporosezentrums, Frankfurt am Main, die klinische Bedeutung dieser Indikationserweiterung.
Zum Interview und Fallbeispiel (PDF)
[1] S3-Leitlinie Peri- und Postmenopause, AWMF Register-Nr: 015-062, Stand: Januar 2020, https: //register.awmf.org/de/leitlinien/detail/015-062 (letzter Zugriff: 21.02.2026)
[2] https: //www.hma.eu/fileadmin/dateien/Human_Medicines/CMD_h_/Product_Information/Core_SPC_PL/Core_SPCs/CMDh_131-2003_Rev11_2025-12_-clean_Core_SmPC_HRT.pdf (letzter Zugriff 21.02.2026)
[3] Fachinformation Gynokadin® Dosiergel, Stand: Februar 2026