Repräsentative Umfrage von forsa zur Lebensqualität in den Wechseljahren

Mehr als ein Drittel der in Deutschland lebenden Frauen (37 Prozent) zwischen 45 und 60 Jahren sagt, ihr Gesundheitszustand sei während der Wechseljahre schlechter oder sogar viel schlechter geworden. Das zeigt eine aktuelle repräsentative forsa-Umfrage im Auftrag von Dr. KADE / BESINS unter 1.000 Frauen zum Thema Wechseljahre. Demnach verbinden 33 Prozent der Befragten die Wechseljahre mit körperlichen Beschwerden. Und 34 Prozent geben an, dass sich ihre emotionale Verfassung im Klimakterium negativ entwickelt habe.


Das Spektrum der Beschwerden, unter denen viele Frauen in den Wechseljahren leiden, ist der Umfrage zufolge groß: Die meisten betroffenen Frauen (72 Prozent) klagen über Hitzewallungen. Rund die Hälfte (51 Prozent) leidet unter Schlafstörungen. Mehr als ein Drittel (38 Prozent) hadert mit trockener Haut bzw. trockenen Schleimhäuten. Ebenfalls 38 Prozent hat mit Stimmungsschwankungen zu kämpfen. Weit verbreitet sind auch Erschöpfung (32 Prozent), Verlust der Libido (31 Prozent) sowie Gelenk- und Muskelschmerzen (27 Prozent). Über Kopfschmerzen in den Wechseljahren berichten 16 Prozent und 11 Prozent von Schwindel.

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Wechseljahresbeschwerden beeinträchtigen die Lebensqualität

14 Prozent der Frauen, die in den Wechseljahren sind oder bereits waren, sagen, dass solche Beschwerden ihre Lebensqualität sehr beeinträchtigen bzw. beeinträchtigt haben. 60 Prozent fühlen bzw. fühlten sich in ihrer Lebensqualität zumindest etwas beeinträchtigt. Dr. med. Anneliese Schwenkhagen, auf gynäkologische Endokrinologie spezialisierte Frauenärztin aus Hamburg, warnt davor, diese Beschwerden zu unterschätzen: „Wer zum Beispiel mehrere Nächte hintereinander nicht richtig geschlafen hat, fühlt sich erschöpft und im Alltag schnell überfordert. Das wiederum kann zu ernsthaften Krisen führen“, erklärt die Medizinerin. „Viele Frauen meinen, sie müssten da einfach durch. Ich empfehle ihnen aber, sich mit gezielten Fragen an ihren Arzt oder ihre Ärztin zu wenden und zu erfahren, was man gegen diese Beschwerden unternehmen kann, um wieder mehr Lebensqualität zu erfahren.“

Letztendlich ist es also nicht verwunderlich, dass 98 Prozent der Befragten der Aussage zustimmen, dass es zu einer hohen Lebensqualität gehört, gesund zu sein und keine Beschwerden zu haben. Für 93 Prozent der Teilnehmerinnen ist auch ein guter Schlafrhythmus wichtig. Und 58 Prozent zählen ein erfülltes Sexleben dazu. Für 56 Prozent bedeutet hohe Lebensqualität, sich in keinem Bereich ihres Lebens einschränken zu müssen.

Viele Frauen über Behandlungsoptionen nicht ausreichend informiert

Die Teilnehmerinnen wurden auch zu ihrem Kenntnisstand rund um das Thema Wechseljahre befragt: Demnach fühlen sich jeweils 53 Prozent der Frauen gut oder sehr gut über Wechseljahre allgemein sowie über Beschwerden in den Wechseljahren aufgeklärt. Anders sieht es aus, wenn es um die Behandlung von Wechseljahresbeschwerden geht. Über diesen Aspekt fühlt sich nur jede Dritte (36 Prozent) gut oder sehr gut informiert. 50 Prozent gaben an, eher mittelmäßig, schlecht oder gar sehr schlecht informiert zu sein. Ein Viertel der Umfrageteilnehmerinnen hat nach eigenen Angaben sogar die Orientierung darüber verloren, welche Empfehlungen in Hinblick auf die Wechseljahre sinnvoll sind und welche nicht. „Die Ergebnisse der Umfrage decken sich mit unseren Erfahrungen in der Praxis. Viele Patientinnen sind durch sich widersprechende Meldungen verunsichert und wissen zu wenig über Behandlungsoptionen, deren Vorteile und etwaige Risiken. Hier brauchen wir dringend mehr Aufklärung“, sagt Dr. med. Anneliese Schwenkhagen.

Befragt wurden die teilnehmenden Frauen auch dazu, was sie über mögliche Auswirkungen von Hormonersatztherapien wissen. Demnach stimmten 47 Prozent der Aussage zu, dass entsprechende Therapien das Risiko für Brustkrebs erhöhen würden. 33 Prozent sind der Meinung, dass durch eine Hormonersatztherapie das Risiko eines Herzinfarktes steige. „Leider werden Hormonersatztherapien immer noch pauschal mit bestimmten gesundheitlichen Risiken in Verbindung gebracht. Wissenschaftliche Erkenntnisse bilden das aber in keiner Weise ab. Andere Faktoren wie Übergewicht oder Rauchen spielen eine viel größere Rolle bei der Entstehung bestimmter Erkrankungen. Hat eine Patientin klimakterische Beschwerden, überwiegen die Vorteile einer Hormonersatztherapie ganz gut dagegen meist gegenüber den vergleichsweisen geringen Risiken“, sagt Schwenkhagen.

Über die Umfrage

Im Auftrag von Dr. KADE / BESINS hat das Meinungsforschungsinstitut forsa nach einem systematischen Zufallsverfahren ausgewählte Frauen zum Thema Lebensqualität in den Wechseljahren befragt. Die Ergebnisse der Umfrage sind repräsentativ für die Bundesrepublik Deutschland. n = 1.000 Frauen zwischen 45–60 Jahren, Stand: Mai 2020.


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